Einleitung


Bis zu 20 Prozent aller Paare haben Probleme, sich Ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

Die höchste natürliche Fruchtbarkeit der Frau liegt im Alter zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr und nimmt danach kontinuierlich ab. Mit dem Eintritt in die Wechseljahre endet die natürliche Fruchtbarkeit.

Die natürliche Fruchtbarkeit des Mannes nimmt ab dem 40. Lebensjahr langsam beginnend ab – sie kann jedoch in Einzelfällen bis ins hohe Alter bestehen bleiben.


Die Sterilität der Frau wird unterteilt in

  • Primäre Sterilität - bisher kein Eintritt einer Schwangerschaft
  • Sekundäre, erworbene Sterilität - Sterilität nach vorheriger Schwangerschaft


Die Ursachen für die Unfruchtbarkeit sind bei Mann und Frau vielfältig. Die Ursache der Unfruchtbarkeit liegt jeweils zu 39 Prozent bei der Frau allein, bei weiteren 26 Prozent sowohl beim Mann als auch bei der Frau. Bei 15 Prozent aller Paare bleibt die Ursache der Kinderlosigkeit ungeklärt. Eine Sterilitätstherapie ist deshalb stets eine Paartherapie.

Auf der nachfolgenden Seite erfahren Sie, welche
Risikofaktoren das Risiko einer Sterilität erhöhen, welche Ursachen einer Sterilität zu Grunde liegen können, wie diese diagnostiziert werden und wie Ihnen ein ganzheitlicher Fortpflanzungsmediziner helfen kann. 

Ursachen einer Sterilität


Biographische - unveränderbare - Risikofaktoren

  • Genetische Belastungen durch Mutter, Großmütter -
    Polyzystisches-Ovar-Syndrom -
    (PCO-Syndrom) - genetische Komponente

  • Vorzeitige Menopause - vorzeitige Ovarialinsuffizienz von Schwester und Mutter.
    Eine Frau kann vorzeitig in die Wechseljahre - Menopause - kommen, wenn 
    die Eizellreserven vorzeitig aufgebraucht werden.
    Das durchschnittliche Lebensalter für den Eintritt in die Wechseljahre liegt normalerweise bei circa 51 Jahren. Wenn jedoch die Eizellreserven vorzeitig aufgebraucht sind, bleibt der Eisprung aus und die Menstruationen können ebenfalls vorzeitig aufhören. Falls dieses bei Frauen unter 40 Jahren geschieht, spricht man von einer vorzeitigen Menopause. Eine vorzeitige Menopause kommt bei 1-4 % der Frauen vor.

    Falls Ihre Schwester oder Ihre Mutter vorzeitig in die Wechseljahre gekommen ist, ist es wichtig, dies Sie dieses Ihrem behandelnden  Arzt berichten, da das Auftreten einer
    vorzeitigen Menopause gehäuft in einer Familie vorkommen kann.

  • altersbedingte Verminderung der Anzahl der Eizellen: aktive und ruhende Follikel nehmen mit zunehmendem Alter ab.

  • altersbedingte Abnahme der Durchblutung der Eierstöcke, was zu einer verlangsamten Follikelreifung und ebenso zu einem vermehrten Auftreten einer Gelbkörperschwäche führen kann.

  • Alterung der Eizellen mit der Folge chromosomaler Veränderungen, die zu einer ausbleibenden Befruchtung oder Einnistungsstörung führen können oder später zu Fehlgeburten führen.

  • Zunahme von Erkrankungen, die eine Sterilitätsursache sein können: Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) und Myome (gutartige Muskelgeschwülste der Gebärmutter), aber auch chronische Erkrankungen, welche die Fruchtbarkeit einschränken können wie beispielsweise Schilddrüsenstörungen, immunologische Erkrankungen.

Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren

  • Übergewicht
  • Untergewicht
  • Fehlernährung - nicht vollwertige, vitalstoffarme Ernährung
  • Genussmittel - Alkohol, Koffein - Kaffee, Schwarzer Tee ,  Rauchen
  • Exzessiver Sport
  • Stress
  • Drogen, Umweltgifte


Behandelbare Risikofaktoren - Erkrankungen

  • Hormonelle Störungen mit Störungen der Blutungsabtände, -dauer und -stärke

  • Tubare Sterilität - Eileiterverschluss, Eileiterverwachsungen, Störungen des Bewegungsvermögens der Eileiter - Ursachen: z.B. entzündliche Erkrankungen im Bereich des Beckens, Eileiterentzüngungensexuell übertragbare Erkrankungen, Verwachsungen in Folge von Operationen

  • Endometriose (Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter) mit Vernarbungen im kleinen Becken

  • Infektionen am Gebärmutterhals z. B. Chlamydien, Mykoplasmen, Pilze, Bakterien, Trichomonaden, Tripper etc.

  • Fehlbildungen des Gebärmutterhalses oder Geburtsverletzungen 

  • Immunologische Sterilität - Abwehrkörper gegen Spermien oder eigenes Gewebe

  • Gebärmutterfehlbildungen - die Gebärmutter kann beispielsweise in zwei Kammern geteilt sein oder eine Scheidewand aufweisen (erhöhtes Risiko von Fehlgeburten);

  • Myome - gutartige Wucherungen, die sich an beziehungsweise in der Gebärmutterwand bilden und eine Störung der Einnistung der Eizelle bedingen können;

  • Verwachsungen an der Innenseite der Gebärmutter nach einem operativen Eingriff an der Gebärmutter z.B. nach einer Ausschabung, seltener nach einer Infektion

  • Lageanomalie der Gebärmutter, diese kann in den Vaginalkanal, das heißt in die Scheide vorfallen

  • Scheidenfehlbildungen oder Entzündungen 

  • Diabetes mellitus

  • Schilddrüsenerkrankungen

  • Psychosomatische Erkrankungen - z.B. Magersucht, Bulimie


Nicht behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen

  • Ovarialinsuffizienz - beispielsweise angeborene Ovarialinsuffizienz (Versagen der Eierstockfunktion) oder vorzeitige Menopause
  • Autoimmunerkrankungen - diese führen zur "autoaggressiven Verdauung", das heißt Schädigung der Ovarien – Eierstöcke - kann ebenfalls Ursache einer vorzeitigen Menopause sein.


Röntgenstrahlen - Bestrahlung des kleinen Beckens wegen Tumorerkrankung

Chemotherapien 

Umweltbelastungen - Intoxikationen (Vergiftungen)  - beispielsweise beruflicher Kontakt mit Narkosegasen etc. 

Ernährung


Die Nationale Verzehrstudie II des Max Rubner-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) hatte 2008 als Ergebnis, dass in Deutschland ein besonderes Problem der Mangelernährung besteht, nämlich eine Unterversorgung mit Mikronährstoffen.

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und z.B. der Gehirnentwicklung ist mittlerweile durch viele Studien nachgewiesen worden.

Die empfohlene Durchschnittsmenge an Obst und Gemüse von täglich 250 g wird am wenigsten von Jugendlichen erreicht.

Z.B. die
Bioflavonoide in der Grapefruit stabilisieren die arteriellen Gefäßwände.
Folsäuremangel begünstigt Entwicklungsstörungen wie Neuralrohrdefekte.
Wichtig ist auch die Fettsäurenzusammensetzung unserer Nahrung. Ein großer Teil der Bevölkerung kann bestimmte Fettsäuren nicht selbst herstellen und ist damit auf deren Zufuhr angewiesen.
Durch die Einnahme von
Omega-3-Fettsäuren kann das Risiko des Neugeborenen, an Asthma oder Infektionen des unteren Atmungstraktes zu erkranken, deutlich reduziert werden.

Die Gabe von 150 mg
Q10 verbessert die Reifung der Eibläschen und erhöht die Schwangerschaftsrate.
Ein
Vitamin-B12-Mangel verschlechtert die Durchblutung der Plazenta und führt zu unzureichendem Wachstum des Kindes.
Ein
Vitamin D Mangel kommt häufig bei Autoimmunerkrankungen vor, oder auch bei Frauen mit einer Eizellreifungsstörung wie dem PCO-Syndrom.

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